Was ich über mich zu sagen hätte, geht keineswegs auf eine Zigarette und auch nicht auf ein Glas im Steh'n (frei nach R.May)


id - initiative Demokratie

 

Am Anfang war es nur eine Idee – und der Versuch eines Protests. Als getaufter und exkommunizierter Katholik fand ich mich unversehens als ehrlichen Agnostiker wieder, als mein Pfarrer mir erklärte, dass er für Kirchensteuer nicht zuständig sei und ich mich deswegen an das Steueramt wenden müsse. Das kannte ich aus Frankreich nicht. Dort war der Pfarrer froh, wenn man ihn – aus welchem Grund auch immer – besuchte. Eine Abfuhr bekam man nie. Kurzum: ich war zum ersten Mal in meinem Leben mit dem mir völlig unerklärlichen und widrigen Zustand konfrontiert, dass der Staat Steuern für meinen Glauben eintreiben und erzwingen durfte. Demokratisch erzogen trat ich konsequent aus dieser Kirche aus, die qua Taufe zwar möglichst viele Menschen zu Kirchensteuerzahlern macht, sich aber um Probleme und Brüche in der vita ihrer Schäflein nicht kümmern will.

         Nach und nach fand ich viele Menschen, die in einer ähnlichen Situation steckten, sich aber mangels Wissen oder aus Angst vor weiteren „Strafmassnahmen“ ihr Schicksal ertrugen, ohne aufzumucken. Mit meinem Bildungshintergrund des Humanismus, der Aufklärung und der Laizität konnte ich einigen Menschen die Augen öffnen und Mut machen, sich selbstbestimmt zu behaupten. So entstand ein kleiner Freundeskreis, der sich meinen Gedanken und der Idee anschloss, in unserer Demokratie initiativ zu werden, um konsequent die Angelegenheiten unseres demokratischen Staates von denen der Kirche zu trennen.

           Das internet wie heute gab es noch nicht, und alle Publikationen in Form von Artikeln oder Leserbriefen scheiterten kläglich, vom Anklopfen bei Politikern ganz zu schweigen. Da war ich überrascht, dass die LINKE mir eine Möglichkeit bot, mich mit einigen engagierten Parteikollegen politisch beim Thema Laizität zu engagieren. Heute muss ich feststellen, dass Meinungsfreiheit und Meinungsterror nahe Verwandten sind. Also blieb mir nur der Rückzug aus einem Parteiengewürge, das meine Ideen zu ersticken drohte.

           So habe ich auf meine alte id (damals fuhr ich den traumhaften Citroen ID, und so war der Name meiner Initiative schnell gefunden) zurückbesonnen und lade wieder herzlich Gleichgesinnte zum Mitmachen ein. Gemeinsam diskutieren und publizieren ist eine wunderbare Erfahrung. Heute haben sich auch die Umfeldbedingungen radikal geändert. Das internet eröffnet völlig neue und kraftvolle Möglichkeiten, seine Ideen weltweit bekannt zu machen. Der Stammtisch ist zwar nach wie vor ein willkommener Anlass für persönliche Kontakte und Gespräche, aber das internet ist das Tor zur Welt. Das kann und muss man mehr denn je nutzen. Also, herzlich Willkommen!



Wie Heinrich Heine bin ich irgendwann in Düsseldorf geboren. Der ist dann nach einem Intermezzo in München schlussendlich in Paris gelandet, während ich invers nach einem Intermezzo in  Paris in München angekommen bin. Im Gegensatz zu ihm fühle ich mich hier in München sauwohl.

 

Nach einem intensiven Berufsleben widme ich jetzt insbesondere zweier Anliegen:

1. Gesundheit und Lebensqualität besonders im Alter

2. Der laizistische verfasste Staat nach französischem Vorbild